Logo Verein bunte Bentheimer Schweine ® Naturlandhof Buening Buntes Bentheimer Schwein Harald Ferkelstall

Online Spenden

Schweinklein

Helfen
  Sie mit
weiterlesen

Schwein

Spendenkonto:
Kreissparkasse Nordhorn
BLZ: 267 500 01
Konto: 14 073 852

 

Kurzreisen

Pressearchiv 2007

150. Vereinsmitglied

Bürgermeister hat Schwein gehabt - Die "Swatbunten" liegen ihm am Herz

M.Z. vom 26.02.2007

Laer. Vor vier Jahren wurde der Verein zur Erhaltung des Bunten Bentheimer Schweines gegründet. Jetzt konnte auf dem Hof Büning das 150. Mitglied begrüßt werden.
Keine Geringerer als Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Schimke nahm die Aufnahmeurkunde von den beiden Vorstandsmitgliedern Helge Thoelen und Martin Büning entgegen.
Für ihn gab es mindestens drei gute Gründe, Vereinsmitglied zu werden: Die regionale Vermarktung der Produkte erscheine ihm wichtig, sagte der Bürgermeister und er wolle die Herstellung qualitativ hochwertiger Lebensmittel unterstützen.
"Ganz besonders toll finde ich, dass die Vereinsarbeit ehrenamtlich geleistet wird. Das muss man fördern", fügte er hinzu.
Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bunten Bentheimer vor dem Aussterben zu bewahren. Der Erhalt der genetischen Vielfalt bei Tierrassen sei ein erklärtes politisches Ziel, sagte Vereinsvorsitzender Helge Thoelen. Um dies zu realisieren gelte es möglichst viele aktive Mitstreiter zu finden.
1988 wurde die Zucht dieser robusten Schweinerasse erneut in das Herdbuch aufgenommen. Der Hof Büning züchtet seit Jahren Bunte Bentheimer in landwirtschaftlicher Nutzung und ist Mitglied der Erzeugergemeinschaft "De Swatbunten". Dadurch ist auch der Verein eng mit Laer verbunden, sagte Martin Büning und freute sich über das prominente neue Mitglied. st.

Lieb und Lecker

Das "Bunte Bentheimer Schwein" erlebt eine Renaissance - auch in Ostwestfalen

Neue Westfälische - OWL-Seite vom 11.01.2007

Von Wiebke Johanning

Rheda-Wiedenbrück. Äpfel - das ist alles, woran Sascha denken kann. Grunzend umkreist er Elisabeth Frenser, die mit einem Apfel in der Hand im mit Stroh ausgestreuten Schweinestall hockt. "Das schmeckt dir, was?", murmelt die Bio-Landwirtin, während sie dem sechs Monate alten Eber das borstige Fell krault.

"Sascha bekommte eine Vorzugsbehandlung", erklärt Frenser. Schließlich soll er bald für eine ganze Schweine-Dynastie auf dem Biohof sorgen. "Ich hoffe, dass er jährlich 200 Ferkel produziert, da kann er ein bisschen Zusatzfutter gebrauchen."

Die zierliche Landwirtin züchtet Schweine, aber nicht irgendwelche, sondern "Bunte Bentheimer" - eine fast vergessene Rasse, die vom Aussterben bedroht ist. 15 Schweine stehen in ihrem Stall. Jedes einzelne hat einen Namen. "Das ist Rosa, das ist Linde und das ist Vera", erklärt Frenser und zeigt auf die stattlichen Sauen im angrenzenden Stall. Alle haben die gleiche markante schwarz-weiße Musterung, das Markenzeichen der "Swatbunten", wie sie landläufig auch genannt wurden.

450 eingetragene Zuchttiere gibt es von den "Bunten Bentheimern" noch bundesweit. Damit es bald wieder mehr werden, hat sich eigens ein Verein gegründet mit dem freimütigen Motto "Erhalten durch Aufessen". "Die Bentheimer haben nur eine Chance wenn ihr Nutzen wieder entdeckt wird", erklärt Helge Thoelen vom Verein "Bunte Bentheimer Schweine". Und der Nutzen liegt bei den "Swatbunten" im Geschmack. "Das Fleisch ist fetter und dadurch auch aromatischer, weil Fett ein Geschmacksträger ist", erklärt Thoelen.

Der hohe Fettanteil im Fleisch sei auch der Grund, warum die "Bunten Bentheimer" seit den 60er Jahren in Vergessenheit geraten sind. "Nach dem Wirtschaftswunder wollten die Deutschen mageres Fleisch. Die Züchter sind dem nachgekommen - mit allen Konsequenzen." Dazu gehört, dass heutige Zuchtschweine krankheits- und stressanfälliger geworden sind als die alten Rassen. Die Bentheimer dagegen sind robust. Deshalb stehen sie bei Frensers auch im ungeheizten Stall und auf Stroh, statt, wie heute üblich, auf Spaltenboden.

"Meine Schweine sollen ein gutes Leben haben, bevor sie geschlachtet werden", sagt Frenser. Deshalb haben sie freien Auslauf im Stall und dürfen im Sommer auf die Obstbaumwiese nach draußen. Auch Sascha darf sich dann frei bewegen, um "seine Mädels", wie Elisabeth Frenser sie nennt, zu besuchen. "Hoffentlich findet er die dann genauso interessant wie Äpfel."

EINFACH LIEB UND LECKER

Immer mehr Züchter und Verbraucher schätzen das "Bunte Bentheimer Schwein"

Von Ulrike Hofsähs, NOZ "NordWest" vom 03. Januar 2007

dpa Münster. "Sitano" grunzt vernehmlich und lässt sich die Münsterländer Winterluft um die Schnauze wehen. Zu dem lautstarken Eber gesellt sich im Freiluftstall eine ganze Gruppe von weiteren auffällig gescheckten Schweinen. Die Schwarte mit den dicken Borsten ist großflächig schwarz-weiß gemustert: das Markenzeichen des "Bunten Bentheimer Schweines". Vor ein paar Jahren noch war es um das hübsche Borstenvieh schlecht bestellt. Denn der Wunsch der Verbraucher nach magerem Schweinfleisch hat "de Swatbunten" mit ihrem höheren Fettanteil an den Rand des Aussterbens gebracht. Doch jetzt kommen immer mehr Verbraucher auf den Geschmack.

Der Hof mit dem bundesweit größten Bestand dieser Tiere liegt in Laer bei Münster. Bei Martin und Maria Büning stehen etwa 450 Bunte Bentheimer Schweine - Sauen, Ferkel und Mastschweine - in offenen Ställen und auf Weiden.

Die Bünings wollten eine alte Rasse in ihren Bio-Betrieb einbeziehen. Da kamen die Bentheimer gerade recht: Die Tiere eignen sich nämlich nicht für die Massenhaltung. Ein Bentheimer wächst langsamer und hat ein Kotelett weniger als die zu hunderttausenden in Ställen stehenden herkömmlichen "weißen" Schweine. Aber die Schwarzbunten sind stressresistent und die Sauen gute Muttertiere. Und Feinschmecker loben auch das Fleisch.

Leicht war der Start von Haltung und Direktvermarktung nicht: "Man musste den Verbrauchern erklären, warum da so fettes Fleisch in der Auslage liegt", sagt Maria Büning (46) offen. Inzwischen wissen die Kunden bis hin nach Düsseldorf den würzigen Geschmack von Wurst und Fleisch des Bentheimer Landschweins zu schätzen. Die Nachfrage ist mittlerweile so groß, dass bei Bünings wöchentlich vier Schweine geschlachtet und verkauft werden.

[Home] [Pressearchiv] [Archiv 2000] [Archiv 2003] [Archiv 2004] [Archiv 2005] [Archiv 2006] [Archiv 2007] [Archiv 2008] [Archiv 2009] [Archiv 2010] [Archiv 2011]